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Führungskräfte - der Seiltanz zwischen Alphatier und Angst!

Veröffentlicht am 03.06.2014

Der heutige Management-Alltag ist von teilweise paradoxen Entwicklungen bestimmt. Tagtäglich müssen Führungskräfte zwischen Extremen variieren: Konzentration und Diversifikation, Lean Management und Unternehmens-wachstum, verantwortliche Führung und hierarchiefreies Arbeiten, erst Outsourcing dann wieder Insourcing. Die Geschwindigkeit an Veränderungen hat rasant zugenommen!

Diese Entwicklungen stellen neue Anforderungen an die heutigen Führungskräfte.

Grundsätzlich gilt, dass von früher so gut wie nichts mehr Gültigkeit hat, denn die Geschwindigkeit der Veränderungen hat sich extrem erhöht und Sachverhalte haben an Komplexität zugenommen. Somit sind nicht nur die sogenannten Soft Skills (Schlüsselqualifikationen) wichtiger denn je, sondern der wichtigste Punkt für eine Karriere, ist die Flexibilität - im Denken und Handeln! Und dazu braucht es Entscheidungskraft und Mut, Strukturen zu verändern.

Neue Anforderungen an Führungskräfte von heute!

Schnell ist klar, berufliche Qualifikationen reichen heute alleine nicht mehr aus, um im Unternehmen langfristig Erfolg zu haben und eine gesunde Work-Life-Balance leben zu können. Was sind also die Anforderungen an die Führungskräfte von heute?

  • Weitblick, Hartnäckigkeit und Ausdauer
  • Respekt und Integrität gegenüber Vorgesetzten, Untergebenen, Gleichgestellten, sich selbst
  • Sicherheit ausstrahlen und bereit sein, Fehler einzugestehen und daraus zu lernen
  • zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu wirken
  • gut vernetzt sein und stets auf dem aktuellsten Informationsstand sein
  • Ziele verfolgen und wenn es sein muss adhoc neu ausrichten
  • Verantwortung übernehmen und gleichzeitig Mitarbeitern Schaffensspielraum lassen
  • menschliche Züge haben und empathisch sein
  • leidenschaftlich, begeisternd und motivierend sein
  • als Coach für die eigenen Mitarbeiter wirken und gleichzeitig sich als Führungskraft coachen lassen
  • und vieles mehr

Wie gehen Führungskräfte mit Druck, Stress und Angst um?  

Viele Führungskräfte reden heute von Druck und Stress, was aber genau genommen oftmals ein Vorwand ist. In Wahrheit handelt es sich nämlich um Angst. Je höher die Führungsposition desto größer die Verantwortung und somit steigt natürlich der Druck und Stress, es „richtig“ machen zu wollen, und artet nicht selten in Angst aus. Nur Angst verträgt sich aus heutiger Sicht (noch) nicht mit der Erwartung an Führungskräfte, deren Rolle es ist, Aufgaben und Maßnahmen zu initiieren und zu kontrollieren.

Die Angst vor dem Unbekannten, die Existenzangst und die Versagensangst werden oftmals von Führungskräften durch Angstbewältigungs-Strategien kompensiert. 

  1. Situationen, die mit Angst assoziiert werden, versucht man von vornherein zu vermeiden.
    Zum Beispiel versuchen Führungskräfte wichtige Sitzungen und Termine durch eine erhebliche Steigerung des Vorbereitungs- und Arbeitsaufwandes zu kontrollieren. D.h., sie beeinflussen durch ihr individuelles Verhalten die Situation.
  2. Übersteigerte Kontrolle über andere (Kollegen, Mitarbeitern, Geschäftspartnern).
    Je mehr Kontrolle sie über andere haben und je genauer sie die Persönlichkeitstypologie anderer erstellen, um so besser können sie deren Verhalten vorhersagen. Das wiederum erhöht die eigene Kontrolle über die Situation. Leider nimmt man dadurch nicht mehr wahr, was der andere wirklich sagt.
  3. Die Betroffenen nutzen organisationale Strukturen, um ihre Ängste bewältigen zu können.
    Dazu hilft der Mechanismus der Verteilung von Last/Verantwortung auf mehrere Schultern. Grundsätzlich ist nichts einzuwenden, wenn Entscheidungen von mehreren getragen werden, um Akzeptanz im Unternehmen für Veränderungen zu haben. Es sein denn, sie wird missbraucht, um die eigene Verantwortung in die Bereiche der anderen abzugeben. Entscheidungen werden von allen involvierten Personen getragen, was wiederum die Verantwortung des Einzelnen reduziert. 

Dabei ist doch das Verspüren von Angst das richtige Signal, um in entscheidenden Situationen, reflektiert handeln zu können. Es fällt auf, dass optionale Menschen, also diejenigen, die keine langen Vorlaufzeiten brauchen und sehr flexibel sind, sich mit der modernen Führung leichter tun. Im Gegensatz dazu sind prozedurale Menschen eher überpünktlich und planen am liebsten alles im Vorfeld, damit keine Überraschungen sie überwältigen. Diese Gruppe verspürt mehr Stress/Angst/Druck mit der schnelllebigen und hierarchiefreien Führung, da die Vorbereitungszeit fehlt, um reagieren zu können.

Tendenz geht zu einem offeneren Umgang mit Gefühlen

Letztlich sprechen alle Strategien dafür, dass Unternehmen und auch die Gesellschaft allgemein, einen offeneren Umgang mit Gefühlen pflegt, wozu auch die Angst gehört. Schließlich existiert die Angst in der Natur als Schutz- und Warnmechanismus, der das Leben sichert. 

Dazu zwei Beispiele:

  • Das Pferd als Fluchttier reagiert bei Angst mit schnellem Weglaufen, damit es in der Natur nicht zur Beute von Raubkatzen wird.
  • Diverse Fischarten verändern ihr Aussehen, indem sie optisch größer und gefährlicher wirken oder spucken Tinte, um beim Feind nicht auf dem Speiseplan zu landen.

Angst dient also dazu, auf Gefahren zu reagieren, um diese abwenden zu können. Somit wäre der erste Schritt in der Berufswelt, dass Führungskräfte sich ihrer eigenen Ängste bewusst werden und diese akzeptieren. Beide Typen, optional und prozedural, haben ihre Stärken und Schwächen und keiner von beiden ist besser oder schlechter. Wichtig ist, die Angst als Führungstool zu verwenden, um rechtzeitig und überlegt eingreifen zu können, damit Lösungen für Probleme gefunden werden. Das würde zu weniger Druck und Stress beitragen, was wiederum einer gesünderen Work-Life-Balance zu Gute käme.

 

Mit einem unabhängigen und objektiven Coach haben Führungskräfte die Möglichkeit, ihre Ängste in einem geschützten Rahmen zu erkennen und Maßnahmen zu finden, diese für sie positiv einzusetzen.
Sie professionalisieren damit ihr Führungsverhalten und können aus eigener Kraft bewusst Entscheidungen und Veränderungen herbeiführen, die zu mehr Gelassenheit
 im Arbeitsalltag führen.

 

Mehr zu meinem Coaching finden sie auf www.ikcoaching.de.